SPIEGEL-Gespräche live im Bucerius Kunst Forum

6. Juni 2017 um 20.00 Uhr
Bucerius Kunst Forum, Rathausmarkt 2, 20095 Hamburg

Prof. Dr. Robert Gerwarth im Gespräch mit Uwe Klußmann und Dietmar Pieper

Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden in den meisten Ländern Europas faschistische Bewegungen. Ihr Vorbild waren die italienischen „Fasci di combattimento“ (Kampfverbände), die Benito Mussolini 1919 in Mailand gegründet hatte. Die Faschisten traten als moderne politische Kraft auf, die neueste Techniken wie den Tonfilm nutzte und vor allem jüngere Menschen für sich zu begeistern vermochte. Gemeinsam war ihnen, bei allen Unterschieden in den einzelnen Ländern, eine kämpferische Grundhaltung gegen Liberalismus und Kommunismus. Viele der faschistischen Parteien stützten sich auf die bürgerliche Mittelschicht, einige, vor allem in Deutschland und Frankreich, warben gezielt um Arbeiter und frühere Linke. Diktatorische Machtfülle erlangte neben Mussolini nur NSDAP-Chef Adolf Hitler. Über den Aufstieg der Faschisten mit einem Ausblick auf die Frage, welche Parallelen sich in heutigen Entwicklungen zeigen, sprechen die SPIEGEL-Redakteure Uwe Klußmann und Dietmar Pieper mit dem in Dublin lehrenden deutschen Historiker Robert Gerwarth, der aktuell das Buch Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs vorgelegt hat.

In Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum


Eintritt: € 10,- / € 8,-


Moderation: Dietmar Pieper und Uwe Klußmann